Die aktuellen Statistiken der Polizei sind zum einen erfreulich wenn es um die Zahl der Anzeigen im Bereich Suchtmittelkriminalität geht und zum anderen mehr als besorgniserregend wenn man die Zunahme des Drogenhandels beachtet. Auch kürzlich veröffentlichte Untersuchungen des Abwassers belegen, dass der Drogenmissbrauch offensichtlich zunimmt. Für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, müssen wir für die Gefahren von Drogen viel mehr sensibilisieren.

„In den vergangenen Jahren hat sich das Konsumverhalten bei Drogen dramatisch verändert. Das Einstiegsalter sinkt regelmäßig und neue gefährliche Substanzen kommen auf den Markt. Tirol liegt bei den Erstkonsumenten von Suchtmitteln im absoluten österreichischen Spitzenfeld. Prävention sollte nicht erst dann einsetzen, wenn es bereits Auffälligkeiten gibt. Das ist viel zu spät. Geben wir unseren Kindern und uns eine Chance, die Gefahren frühzeitig zu erkennen“, so Für Innsbruck Sicherheitssprecher GR Kurt Wallasch, der auch einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht hat.

„Wenn sich die Nachfrage mittelfristig stark reduziert, wird auch der Markt für Dealer uninteressant. Wir müssen daher jetzt mit der frühzeitigen Prävention und mit der Errichtung eines „Sucht(mittel)zentrums“ beginnen. Wir müssen es als unsere Aufgabe ansehen, unsere Kinder ausgiebig zu informieren, Kooperationen mit den Schulen eingehen und die Inhalte im Unterricht verpflichtend einplanen. Im Regierungsübereinkommen haben wir das festgehalten, jetzt gilt es das  bald umzusetzen“, schließt Wallasch.

Die aus dem Markenbildungsprozess der Stadt Innsbruck gemeinsam mit Wirtschaft und Tourismus hervorgegangene Herbstveranstaltung Innsbruck@Night fand bereits achtmal statt und zog alleine letztes Jahr 85.000 Besucher in die Stadt. Das Pendant im Frühsommer „Ganz Innsbruck tanzt“ geht heute bereits in seine fünfte Auflage und erwartet ebenso wieder großen Zuspruch. Beide Veranstaltungen sind Publikumsmagneten und stärken den Handelsstandort Innsbruck. Das ist gut für uns alle und der abgeflaute Protest der Sozialpartner belegt, dass die frühere Kritik an den Veranstaltungen unbegründet war.

„Neben Handel, Gastronomie und Kulturanbietern profitieren vor allem die Bürgerinnen und Bürger von einem unglaublich tollen Angebot, welches zehntausende Menschen jährlich gerne nutzen. Speziell für die Wirtschaftsbetriebe sind die zwei Abende im Frühsommer und Herbst ein nicht mehr wegzudenkende Anker im Jahreskalender. Veranstaltungen wie diese sichern den dynamischen Wirtschaftsstandort Innsbruck mit fast 100.000 Arbeitsplätzen. Das ist wichtig für den Wohlstand und die Sicherung des sozialen Friedens in einer Gesellschaft“, so Innsbrucks Wirtschaftsreferentin Vizebürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer.


Stationärer Handel versus Online-Handel

„Solche Veranstaltungen tragen auch dazu bei, dass sich Handelsbetriebe vor Ort durch ein ganz besonderes Einkaufserlebnis noch besser gegenüber dem Online-Handel behaupten können. Das ist wichtig, denn es geht hier vor allem um Wertschöpfung und Arbeitsplätze für die gesamte Region“, so Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll. 


Erfreulicher Stimmungswechsel der Interessensvertretungen

Während es früher seitens der Interessensvertretungen und einzelner Parteien viele kritische Stimmen – vor allem gegenüber den beteiligten Wirtschaftsbetrieben – gab, scheint es auch in diesem Jahr keine gröbere Kritik mehr zu geben.

„Es ist sehr erfreulich, dass die frühere und teils sehr negative Haltung ins absolut Positive umgekehrt werden konnte. Das fördert die Wirtschaft, sichert viele Arbeitsplätze und bietet zehntausenden Menschen vor allem einen unvergesslichen Abend. Wenn alle an einem Strang ziehen und gut aufeinander schauen, schaffen wir gemeinsam viel Positives“, freut sich auch Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Mag. Markus Stoll über die neue Haltung der Interessensvertretungen.

Innsbruck soll CO2-neutral werden! Mit diesem Satz lies GRin Theresa Ringler in der Gemeinderatssitzung im März aufhorchen. Begonnen werden soll dabei mit dem Stadtmagistrat Innsbruck. Der Antrag zur Prüfung von Maßnahmen, den Betrieb kimaneutral zu gestalten, wurde im vergangenen Gemeinderat abgestimmt und mit großer Mehrheit dem Stadtsenat zur Erledigung zugewiesen. Die Intention dahinter: Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen mit negativen Auswirkungen auf das Klima sollen reduziert und kompensiert werden. Damit einher geht die Nutzung von sauberen Energiequellen und verstärkter Schutz und Erhalt von natürlichen CO2-Neutralisatoren wie zum Beispiel Wäldern.

Die Stadt Innsbruck ist bereits seit Jahren darauf bedacht, auf Nachhaltigkeit zu setzen. In vielen Gestaltungsbereichen der Stadt, besonders im Bereich Bau und Mobilität, werden bereits wertvolle Maßnahmen umgesetzt, um Ressourcen und Energie zu schonen und Emissionen einzusparen. „Wir möchten noch einen Schritt weiter gehen und nach dem Vorbild anderer europäischer Städte die Vision einer klimaneutralen Stadt Innsbruck verfolgen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, mit ambitionierten mittel- und langfristigen Zielen ein wirkliches Umdenken zu erreichen.“, so FI-Umweltsprecherin Theresa Ringler. Als jüngstes Mitglied im Innsbrucker Gemeinderat möchte Ringler Bewusstsein dafür schaffen, dass die hohe Lebensqualität in Innsbruck nicht selbstverständlich ist. Vizebürgermeisterin Mag.a. Christine Oppitz-Plörer, ressortführend für Kinder- und Jugendförderung, unterstützt dieses Vorhaben. „Sich für Umwelt und Klima einzusetzen, ist kein parteipolitisches Thema. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, für den eigenen Lebensraum, für die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt und für zukünftige Generationen“.

Ringler betont, dass für sie Klimaschutz nicht bedeutet, Angst und schlechtes Gewissen zu verbreiten und durch das Finden von Sündenböcken politisch Stimmung zu machen. „Damit es wirklich um die Sache – den Schutz und Erhalt unserer Natur geht – muss eine optimistische und gestaltungswillige Einstellung mit klaren und pragmatischen Handlungsvorstellungen verbunden werden. Das geht nur mit Zusammenarbeit und Respekt vor der Umwelt und voreinander.“ Durch die Veränderung der eigenen Lebensweise kann und sollte jede und jeder seinen und ihren Beitrag für den Klimaschutz leisten. „Auch wenn durch das Konsumverhalten jeder Einzelne gesellschaftliche Entwicklungen mehr mitbestimmen kann, als manche denken: als Politiker haben wir größere Handlungsspielräume und die sollten wir nutzen“, schließt Ringler.

Fraktionsbeitrag zum Thema „Stadtplanung – fair und nachhaltig“ (April 2019)

Faire und nachhaltige Stadtplanung bedeutet für uns, dass sich eine Stadt zukunftsorientiert und ausgeglichen entwickeln kann. Ausgeglichen zum einen, indem sinnvoll und ökologisch gebaut wird und Infrastrukturverbesserungen immer im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen. Ausgeglichen aber auch, wenn es um die soziale Durchmischung geht. Fair ist für uns, wenn auch die Interessen der nächsten Generation berücksichtigt werden, dass jungen InnsbruckerInnen eine Perspektive geboten wird. Jene, die in Innsbruck bleiben wollen, um zu arbeiten und vielleicht auch eine Familie zu gründen. Sie sind die Leistungsträger und die Mitte der Gesellschaft und können sich oft, obwohl sie gut verdienen, Wohnen in Innsbruck nicht leisten. Deshalb setzen wir uns für entsprechende Änderungen der Vergaberichtlinien von geförderten, leistbaren Wohnungen ein: zum Beispiel für Befristungen von Wohnverträgen, wie in Form von Starterwohnungen, höhere Einkommensgrenzen und vermehrten fördernahen Wohnbau.

GR Mag. Lucas Krackl
Klubobmann Für Innsbruck