Bischof Hermann Glettler – Rede der Bürgermeisterin

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MMag. Hermann Glettler (c) CARITAS

Heute fand in der Innsbrucker Olympiaworld die Bischofsweihe von Hermann Glettler gemeinsam mit tausenden Gläubigen statt. An dieser Stelle findet sich die offizielle Rede unserer Bürgermeisterin.


Hochwürdigster Herr Bischof MMag. Hermann Glettler,

liebe Vorredner, verehrte Anwesende!

 

Lieber Bischof Hermann, ich heiße Sie im Namen der Innsbrucker Bevölkerung herzlich in unserer Gesellschaft und in unserer Alpenstadt willkommen. Der heutige Tag ist wahrlich ein Freudentag – auch bei mir war die Vorfreude auf die heutige Bischofsweihe sehr groß. Seit September, als ich von Ihrer bevorstehenden Ernennung erfahren habe, verehrter Bischof Hermann, verfolge ich mit großem Interesse Ihr Wirken.

Eine Aussage von Ihnen begeisterte mich von Anfang an: „Der designierte Bischof ermutigte alle Menschen, auf den Ruf Gottes zu hören und auf ihre Weise auf diesen Ruf zu antworten. Auch wenn das bedeute, die Komfortzone des Lebens zu verlassen.

Ich deute dies als Aufruf an alle, unsere Gesellschaft im Sinne der christlichen Nächstenliebe positiv zu verändern. Das Soziale verbindet uns – die Politik und die Kirche. Der ökumenische Dialog und das Gespräch mit anderen Religionsgemeinschaften ist Ihnen ein Anliegen und auch in der Stadt Innsbruck wird dieses Thema bereits gelebt. Dahingehend kann ich Ihnen unser Bemühen und das Sichtbar-machen im öffentlichen Kontext versichern.

Eine weitere Aussage Ihrerseits, lieber Bischof Hermann, empfand ich als sehr prägend und passend: „Eine wirkliche Verkündigung des Evangeliums lässt sich nicht leben ohne die liebevolle Aufmerksamkeit für Notleidende und Menschen, die an den Rand gedrängt sind.“ Sie zeigt, dass Sie mit besonders viel Engagement für alle Menschen unserer Gesellschaft das hochwürdige Amt des Bischofs in der Diözese Innsbruck ausüben werden. Diese Worte bedeuten auch, dass Ihnen die christliche Nächstenliebe besonders am Herzen liegt. Und dafür haben Sie auch schon ein schönes Zeichen gesetzt, indem Sie auf bestehende Insignien zurückgreifen und so auch die Stadt Innsbruck, anstatt der Mittel für einen Ring, zwei großzügige Spenden an die von Ihnen benannten Institutionen sehr gerne leistet. Einerseits an die Krankenpflege Obdachloser und andererseits an das Caritas-Integrationshaus.

Ich freue mich, die bereits gute Zusammenarbeit von Stadt Innsbruck und Diözese weiterhin auszuführen und auszubauen. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gottes Segen bei der Erfüllung Ihrer – gerade in der heutigen Zeit – nicht leichten Aufgabe. Jede Möglichkeit, Sie in Ihrem Wirken zu unterstützen oder Ihrem Wirken im städtischen Bereich einen Raum zu geben, wird Ihnen durch die Landeshauptstadt Innsbruck gerne geboten – dies sei Ihnen gewiss.

Lieber Bischof Hermann – Sie beginnen nun in Innsbruck einen neuen Weg. Damit Sie sich hier gut zurechtfinden und auch den alpin-urbanen Charme unserer Landeshauptstadt erleben können, gebe ich Ihnen ein Paar Bergschuhe mit auf diesen Weg. Sie geben Ihnen einen sicheren Stand in jeder Situation.

Auch die dazugehörigen Wanderstöcke können Sie am Weg zu den Innsbruckerinnen und Innsbruckern, die nicht immer in der Stadt zu finden sind, gut gebrauchen. Mit dem beiliegenden Freizeitticket, das von mehr als 50.000 Menschen genutzt wird, können Sie es diesen gleich tun und die Ruhe sowie den Blick von oben auf Innsbruck genießen.

Zur Stärkung können Sie auch bei jeder unserer sechs städtischen Almen einmal einkehren und sind dort herzlich zu einem ausgiebigen Innsbrucker-Alm-Mahl eingeladen.

Ich wünsche uns allen hier und den Tausenden TV-Zuschauerinnen und –Zuschauern nach diesem wunderschönen Weihgottesdienst einen Freudentag und von Herzen alles Gute.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

 

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