Innsbruck-Wahl: Oppitz-Plörer geht mit großer Zuversicht in Stichwahl

Utl.: Amtierende Stadtchefin wirft ihre „Führungserfahrung und -Kompetenz“ in die Waagschale – Alle Stadtsenatsmitglieder sollen auch amtsführend sein – „Grenze niemanden aus“

Innsbruck (APA) – Die amtierende Stadtchefin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) geht mit „großer Zuversicht“ gegen ihren grünen Herausforderer Georg Willi in die Bürgermeisterstichwahl am Sonntag. Anlass dafür würden die vielen Gespräche mit Wählern in der letzten Woche geben, sagte sie bei einer Pressekonferenz am Freitag. Gleichzeitig warf die 49-Jährige ihre „Führungserfahrung und -kompetenz“ in die Waagschale.

Diese Eigenschaften seien zum einen für die Bildung und die Führung einer stabilen Koalition notwendig, zum anderen, um den „großen Betrieb“ der Stadtverwaltung zu leiten. Und gerade die Koalitionsverhandlungen werden wohl angesichts der zehn im Gemeinderat und fünf im Stadtsenat vertretenen Fraktionen eine „große Herausforderung“, so Oppitz-Plörer: „Daher braucht es mein Fachwissen und meine Kompetenz“.

Sie habe „im Gegensatz“ zu ihrem Mitbewerber Willi bereits „mit allen“ gesprochen und schließe für eine Zusammenarbeit auch niemanden aus, betonte Oppitz-Plörer, die einmal mehr von einer künftigen Viererkoalition ausging. Die amtierende Bürgermeisterin sprach sich dafür aus, dass alle Stadtsenatsmitglieder auch amtsführend sein sollten: „Nicht amtsführende sind nicht zielführend“. Zudem habe der Wähler entschieden, wer im Stadtsenat vertreten ist. Und das sei zu respektieren.

Bei der Größe des künftigen Stadtsenats zeigte sie sich hingegen flexibel. Denn schließlich sei diese nicht zuletzt von den Regierungsverhandlungen und den inhaltlichen Schwerpunkten abhängig. Überhaupt habe sich die Arbeitsweise auf kommunaler Ebene verändert, so Oppitz-Plörer. Denn die Erfahrungen der letzten Periode zeigten, dass die klassische Trennung von Regierungs- und Oppositionsarbeit nicht mehr so strikt sei. Man müsse „gemeinsame Ziele“ finden. Sie selbst etwa mache in den Regierungsprogrammen von FPÖ und Grünen „Schnittmengen“ aus, so die Stadtchefin: „Ich grenze niemanden aus“.

Um der ausbaufähigen Wahlbeteiligung entgegenzuwirken (vor zwei Wochen lag diese bei 50,4 Prozent, Anm.), will Oppitz-Plörer einen „Bürgerrat“ ins Leben rufen. Dieser soll nicht mit ohnedies in Politik Interessierten, sondern mit zufällig aber repräsentativ ausgewählten Innsbruckern beschickt werden. Es gehe darum, Ursachenforschung zu betreiben, warum so wenig Wahlberechtigte zur Urne gegangen sind. Eine simple Umfrage würde der Problemstellung nicht gerecht werden, da sie lediglich eine Momentaufnahme wäre, argumentierte Oppitz-Plörer. Vielmehr soll es dabei um Diskussion und Partizipation gehen. Dass das eine Reaktion auf die im Wahlkampf immer wieder als Vorwurf geäußerte geringe Bürgerbeteiligung sei, stellte Opptiz-Plörer in Abrede.

Nach dem ÖVP-Wirtschaftsbund erhielt Oppitz-Plörer im Finish übrigens auch Unterstützung von Landesrätin und Tirols ÖAAB-Obfrau Beate Palfrader. „Für die positive Weiterentwicklung unserer Landeshauptstadt braucht es eine erfahrene, kompetente Person mit Augenmaß an der Spitze Innsbrucks. Seit vielen Jahren erfahre ich als Landesrätin mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer eine ausgezeichnete Zusammenarbeit für eine offene und zukunftsweisende Kultur-und Bildungspolitik“, schrieb Palfrader auf Facebook. Und auch Alt-LH Wendelin Weingartner sprach sich in einem Youtube-Video für die amtierende Stadtchefin aus. Stadt- wie Landes-ÖVP hatten hingegen keine offizielle Wahlempfehlung für die Bürgermeisterin abgegeben.

Hier kann eine Video-Aufzeichnung der gesamten Pressekonferenz (4. Mai 2018) abgerufen werden. Die gesamte Ansprache wurde Live über den Facebook-Account von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer übertragen.

Abschlusspressekonferenz mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer zur Stichwahl um das BürgermeisterInnenamt.

Gepostet von Christine Oppitz-Plörer am Freitag, 4. Mai 2018

Anschließende Fragen & Antworten:

Q&A Abschlusspressekonferenz mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer zur Stichwahl um das BürgermeisterInnenamt.

Gepostet von Christine Oppitz-Plörer am Freitag, 4. Mai 2018