Engagement für unsere älteren MitbürgerInnen

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In der Tiroler Landeshauptstadt wird viel daran gesetzt, attraktive Angebote für alle Altersklassen anzubieten. Neben zahlreichen Veranstaltungen für SeniorInnen über das gesamte Jahr verteilt, bieten insgesamt 42 SeniorInnenstuben sowie elf Sozialzentren der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) Möglichkeiten zur Vernetzung. Einmal im Jahr werden die LeiterInnen dieser Einrichtungen eingeladen, um sich untereinander auszutauschen. Diesen Anlass nutzte Vizebürgermeister und SeniorInnen-Referent Christoph Kaufmann, um seinen Dank auszusprechen: „Mit Ihrem Einsatz tragen Sie tagtäglich dazu bei, unsere Stadt für ältere Menschen noch lebenswerter zu machen. Soziale Kontakte werden besonders im Alter immer wichtiger. Die Stuben bieten optimale Rahmenbedingungen, um diese zu pflegen.“ In den Seniorenstuben haben ältere InnsbruckerInnen die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Aktivitäten mit anderen SeniorInnen zu planen und durchzuführen sowie sich auszutauschen. Betreut werden die Gäste der Innsbrucker Seniorenstuben von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Ende Jänner empfingen Vizebürgermeister Kaufmann sowie Referatsleiterin Mag.a Uschi Klee die Gäste im Wohnheim Pradl. Bei Kaffee und Kuchen fand ein anregender Austausch statt.

 

Erweitertes Angebot

Bestandteil der Veranstaltung war auch heuer eine detaillierte Information über das Angebot der Stadt Innsbruck für SeniorInnen im kommenden Jahr. Denn 2018 hält einiges bereit: Eine Neuheit stellt beispielsweise das Projekt „,Smart Phoners‘ – Jung hilft Alt bei der Nutzung von Smartphones“ dar. In Kooperation mit den Innsbrucker Jugendzentren erfahren ältere Menschen im Umgang mit Smartphones Unterstützung von freiwilligen Jugendlichen. Ein ähnliches Projekt sind die „Silbernen Surfer“: Seit mehr als zehn Jahren vermitteln Jugendliche in diesem generationsübergreifenden Projekt in einstweilen mehr als 70 unterschiedlichen Kursen Grundkompetenzen für neue Medien.

Weitere Fixpunkte im Kalender vieler Innsbrucker SeniorInnen sind heuer wieder die Gesundheitstage in den RathausGalerien am 11. und 12. April, der Erholungsurlaub in Westendorf von Ende Mai bis Ende August sowie die Aktion „Unsere Berge für Innsbrucks SeniorInnen“ Mitte September. (IKM)

Pflege ist die Grundlage unserer Sozialpolitik

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Menschen in Pflege liegen uns besonders am Herzen, weshalb wir in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen haben. Durch den Ausbau der mobilen Pflege haben wir einen weiteren Beitrag zum Älterwerden in den eigenen vier Wänden geleistet und einen Rückgang in der stationären Pflege erreicht.

Zur Abdeckung des Pflegebedarfs der Zukunft erfüllt Innsbruck schon heute den Strukturplan Pflege des Landes Tirol und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine professionelle und liebevolle Betreuung in gut sanierten, neu errichteten Wohnheimen in den verschiedenen Stadtteilen. Auch der Ausbau von betreutem Wohnen erweist sich als Erfolgsmodell und wir freuen uns schon auf die neueste Einrichtung in Igls.

Derzeit ist im Bereich Pflege die größte Herausforderung qualifiziertes Personal zu finden, weshalb die Berufsausbildung zunehmend mehr Bedeutung bekommt.

Unser großer Dank gilt vor allem unseren 1.000 MitarbeiterInnen in der Pflege – ohne sie wäre die wertvolle Betreuung nicht möglich.

 

Ihre Bürgermeisterin,

Christine Oppitz-Plörer

Antrag für Suchtmittelzentrum Tirol

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Im Jänner Gemeinderat wurde ein Antrag zur Adaptierung des Tiroler Suchtkonzeptes und die Schaffung eines Suchtmittelzentrums behandelt. Für Innsbruck Sozial- und Sicherheitssprecher GR Kurt Wallasch erläutert die Beweggründe:

In den vergangenen Jahren hat sich das Konsumverhalten bei Drogen dramatisch verändert. Das Einstiegsalter sinkt regelmäßig und neue Substanzen kommen auf den Markt. Tirol liegt bei den Erstkonsumenten von Suchtmitteln im absoluten österreichischen Spitzenfeld.

Prävention sollte nicht erst dann einsetzen, wenn es bereits Auffälligkeiten gibt. Das ist viel zu spät. Geben wir unseren Kindern und uns eine Chance, die Gefahren frühzeitig zu erkennen. Versuchen wir gemeinsam dem brutalen Markt mit Suchtmitteln und der damit verbundenen Begleitkriminalität die Grundlage zu entziehen. Die Nachfrage regelt den Markt. Wenn sich die Nachfrage mittelfristig stark reduziert, wird auch der Markt für Dealer uninteressant. Nichtstun wäre die Kapitulation vor dem Erwartbarem.

Wenn wir jetzt mit der frühzeitigen Prävention und mit der Errichtung eines „Sucht(mittel)zentrums“ beginnen, unsere Kinder intensiv zu informieren und Kooperationen mit den Schulen eingehen, die den Besuch dieses Zentrums verpflichtend als Teil des Unterrichtes einplanen, können wir der dramatischen, unvorhersehbaren Entwicklung entgegenwirken.

>> Antrag Suchtmittelzentrum

Ehrenamtliches Engagement gewürdigt

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Bürgermeisterin verlieh Sozialehrenzeichen der Stadt Innsbruck und Ehrenamtsnadeln des Landes Tirol

Bei Ehrungen der Stadt Innsbruck steht der Gedanke im Vordergrund, Menschen zu würdigen, die sich weit über ihre Pflicht hinaus für die Interessen der Gemeinschaft eingesetzt haben. Anlässlich eines Empfangs im Rathaus verlieh Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer vor Kurzem das Sozialehrenzeichen der Stadt Innsbruck an Univ.-Prof. Dr. Heinz Barta. Seit Februar 2011 ist der Jurist ehrenamtlich in der Innsbrucker Opferschutzkommission tätig und beurteilt neben Univ.-Doz. Horst Schreiber und Dr.in univ. med. Doris Preindl Ansprüche von ehemaligen Innsbrucker Heimkindern, die misshandelt und missbraucht wurden. Die Ehrung wurde vom Innsbrucker Gemeinderat im Juli 2016 beschlossen.

„Menschen wie Sie setzen sich mit Ihrem Wirken für Gerechtigkeit ein und tun dies auch noch unentgeltlich“, gratulierte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer dem Ehrenzeichenträger Heinz Barta: „Sie achten darauf, dass die Schicksale und Ansprüche der Betroffenen nicht in Vergessenheit geraten. Sie haben eine Vorbildfunktion inne und Ihre Leistungen gehören vor den Vorhang geholt und gewürdigt.“ Nach wie vor gehe es darum, entschlossene Zeichen zu setzen, das vor langer Zeit Erlittene und die Folgen für die Opfer von offizieller Seite anzuerkennen und die Dimensionen der Kinderrechtsverletzungen öffentlich zu machen, betonte Oppitz-Plörer. Die Stadt Innsbruck nahm 2011 diese Verantwortung wahr und ging mit der Einrichtung einer eigenen Kommission österreichweit einen besonderen Weg.

 

Ehrenamtsnadeln des Landes Tirol übergeben

Im Zuge der Ehrenzeichenverleihung übergab Bürgermeisterin Oppitz-Plörer nachträglich die Ehrenamtsnadeln des Landes Tirol an vier Personen: Ing. Reinhard Andrich (Pfarre St. Pius X.), Dr. Monika Jarosch (AEP-Frauenbibliothek), Angelika Pedross (Verein Frauenselbsthilfe nach Krebs) und Josef Sezemsky (KÖStV Cimbria) erhielten die Auszeichnung für ihr Engagement im Kultur- und Sozialbereich.

Die BürgermeisterInnen aller Tiroler Gemeinden sind eingeladen, dafür alle zwei Jahre engagierte Personen zu nominieren. „Es ist ein gebührender Anlass, um das Ehrenamt entsprechend zu würdigen“, bedankte sich das Stadtoberhaupt bei den Freiwilligen: „Die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig engagieren, sorgen für sozialen Zusammenhalt. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft und schenken das Kostbarste, was es heutzutage gibt: Ihre Zeit.“ (IKM)

 

Städtisches Kinderkrippen Angebot wird ausgeweitet

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Seit 2016 Jahr betreibt die Stadt Innsbruck in Zusammenarbeit mit den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) Einrichtungen, in denen Kinder, die noch zu jung für den Kindergarten sind, betreut werden. Aktuell stehen vier städtischen Kinderkrippen zur Verfügung, die Eröffnung zweier weiteren ist für Frühjahr 2018 geplant. Mit den Kinderkrippen Pechegarten, Schneeburggasse, ATPünktchen und Ampfererstraße bieten ab kommenden Frühjahr dann insgesamt sechs städtische Krippen eine liebevolle Betreuung der Jüngsten an. Weitere sollen folgen.

„Eine gute Versorgung der Jüngsten ist der Stadtregierung ein großes Anliegen. Durch die Entscheidung neben Kindergärten auch Kinderkrippen zu betreiben, haben wir einen wichtigen Schritt in Sachen flächendeckender Kinderbetreuung gemacht. Wie gut das Konzept ankommt, zeigen die Anmeldungen“, erklärt Stadtrat Ernst Pechlaner und verweist dabei auf die Tatsache, dass alle bestehenden Kinderkrippen voll ausgelastet sind.

„Der Bedarf für weitere Einrichtungen ist gegeben. Deshalb arbeiten wir gerade auf Hochtouren an der Erweiterung des Angebots. Im März 2018 eröffnen zwei weitere Krippen – eine zweigruppige in der Siegmairstraße und eine eingruppige im Prämonstratenserweg“, erläutert der für Kinderbetreuung zuständige Stadtrat.

 

ISD-Konzept überzeugt

Seit der Eröffnung der Krippen arbeitet die Stadt Innsbruck eng mit den ISD zusammen, die für das pädagogische Konzept verantwortlich sind und als Betreiber auftreten. „Dieses ist an die Grundsätze der Emmi Pikler und Maria Montessori-Pädagogik angelegt. Die Schlagworte ,Sprache‘, ,Bewegung‘ und ,Sozialverhalten‘ stehen im Fokus. Besonders hervorzuheben ist der verbesserte Betreuungsschlüssel, den wir anbieten: Auf drei bis vier Kinder kommt je eine Pädagogin oder Assistentin bzw. ein Pädagoge bzw. Assistent“, erklärt ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner.

„Die Zusammenarbeit mit den ISD funktioniert bestens. Wir nutzen die Gelegenheit, uns dafür zu bedanken. Wir sind überzeugt, dass wir zukünftig gemeinsam in der Innsbrucker Kinderbetreuungslandschaft viel bewegen können“, sind sich Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Pechlaner einig.

 

Neue Projekte stehen an

Während zwei neue Kinderkrippen im kommenden Frühjahr ihren Betrieb aufnehmen, stehen in den bereits bestehenden Einrichtungen spannende Projekte auf dem Jahresprogramm: So wird durch das Projekt „Gesunde Ernährung – Zähne putzen“ bei den Kindern bereits von klein auf ein Bewusstsein für die Zahngesundheit geschaffen. Zudem soll das sogenannte „offene System“ ausgebaut werden, bei dem die Kinder ihre Zeit in der Krippe möglichst selbstbestimmt gestalten.

 

Ausgedehnte Öffnungszeiten

Besonders für berufstätige Erziehungsberechtigte sind ausgedehnte Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen von Bedeutung. Diese bieten die städtischen Kinderkrippen allesamt an: Sie sind täglich von 06:30 bzw. 07:00 Uhr geöffnet und schließen in der Zeit von 16:30 bis 18:00 Uhr. Zudem sind sie ganzjährig geöffnet – mit Ausnahme von fünf Schließtagen pro Jahr.

Generell richtet sich das Angebot in den Kinderkrippen an Innsbrucker Kinder ab 18 Monaten. „Da der Bedarf gegeben ist, bieten wir eine Gruppe für Kinder ab einem Jahr an“, erklärt Stadtrat Pechlaner. Für Innsbrucker Kinder ab 18 Monaten liegen die Kosten pro Monat inklusive Mittagessen wie folgt:

  • fünf ganze Tage: 299 Euro
  • fünf halbe Tage (bis 13:00 Uhr): 220 Euro
  • drei ganze Tage: 240 Euro
  • zwei ganze Tage: 180 Euro

Für Kinder, die unter 18 Monate alt sind oder nicht aus Innsbruck kommen, wird ein Aufschlag verrechnet. Nähere Infos: www.isd.or.at/index.php/kinderzentren/kinderkrippen

(IKM)

Gut versorgt mit dem Innsbrucker Menüservice

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Die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) bieten mit dem Innsbrucker Menü Service (IMS) während des ganzen Jahres Mittagessen „auf Rädern“ an. Das Service richtet sich an Menschen, die aufgrund ihres Alters oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, sich ihre warmen Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Alle betroffenen Innsbrucker BürgerInnen können dieses Service der ISD anfordern. Aktuell sind es monatlich rund 620 Personen, die von sechs Fahrern des Roten Kreuzes Innsbruck täglich beliefert werden.

„Diese mobile Essensversorgung der Innsbrucker Sozialen Dienste ermöglicht den Menschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und damit in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben zu können“, betonen Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und Sozialstadtrat Ernst Pechlaner: „Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt dafür großer Dank. Sie engagieren sich das ganze Jahr über beim persönlichen Kundenkontakt bei den Bestellungen und Lieferungen über ihre eigentliche Aufgabe hinaus.“

„Monatlich werden rund 13.000 Mahlzeiten ausgeliefert“, berichtet ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner: „Wie eine aktuelle Zufriedenheitsbefragung ergeben hat, sind die Kundinnen und Kunden sehr zufrieden mit unserem Angebot, sowohl was die Qualität der Speisen als auch die Zustellung betrifft.“

 

Flexible und abwechslungsreiche Auswahl
Das IMS-Küchenteam im Wohnheim Pradl bereitet täglich ein qualitativ hochwertiges Mittagessen zu. Jede Woche erhält die Kundin bzw. der Kunde einen Speiseplan mit einer Auswahl verschiedener dreigängiger Menüs, aus der man für jeden Wochentag individuell wählen kann. Bei der Zubereitung legen die Köche besonderen Wert auf feinen Geschmack und achten insbesondere auf den Wunsch nach leichter Bekömmlichkeit. Auch Diätformen wie Diabetesdiät und leichte Vollkost (Schonkost) werden angeboten. Zusätzlich stehen vegetarische Kost sowie zwei Alternativmenüs auf der Speisekarte.

Die Lieferung erfolgt täglich zuverlässig und pünktlich durch einen Mitarbeiter des Roten Kreuzes Innsbruck in einer praktischen Menü-Box. Zum einfachen und sicheren Aufwärmen wird zu Vertragsbeginn eine Induktions-Wärmeplatte mitgeliefert. Die Tage der Zustellung (Montag bis Sonntag) sind frei wählbar. Ebenso besteht die Möglichkeit, diesen Dienst nur kurze Zeit in Anspruch zu nehmen, z. B. für die Zeit des Urlaubs von Angehörigen.

Anmeldung und Kosten

Die Anmeldung zum Menüservice erfolgt telefonisch unter Tel. (0512) 5331 83-3777 unter Bekanntgabe von Namen und Adresse. Drei Mitarbeiterinnen nehmen Bestellungen und Änderungswünsche entgegen und vereinbaren unkompliziert die Zahlungsweise (Einziehungsauftrag oder Erlagschein). Ein IMS-Menü kostet inklusive Zustellung maximal 9,70 Euro. KundInnen mit einem geringen Einkommen können um einen Zuschuss ansuchen.

 

Kontakt und Informationen
IMS Innsbrucker Menu Service, Dürerstraße 12, 6020 Innsbruck

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 08:00 bis 15:00 Uhr, Freitag 08:00 bis 14:00 Uhr

Telefon:(0512) 5331 83-3777, Fax:(0512)5331 83-3770

E-Mail: ims@isd.or.at (IKM)

Älterwerden in Innsbruck: Haus A im Wohnheim Pradl eröffnet

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Das Haus A am Rain beim Wohnheim Pradl wurde von Mitte 2015 bis Juni 2017 neu gebaut. Die Firstfeier fand am 27. Oktober 2016 statt. Danach ging es um die Innenausstattung des vom Stuttgarter Architektenteam Bodamer | Faber geplanten Hauses. Das erste Obergeschoß wurde bereits von den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) besiedelt, der zweite Stock wird bis Weihnachten von SeniorInnen bezogen. Die Hälfte der 120 neuen Plätze im dritten und vierten Obergeschoß sind aktuell an das Haus St. Josef am Inn vermietet, da sich dieses gerade in einer Umbauphase befindet. Errichtet wurde das Haus A von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG).

„Das Dürerheim der 1960er Jahre wurde in eines der größten und modernsten Wohn- und Pflegeheime Tirols verwandelt. Nach der Eröffnung des Heimes im Olympischen Dorf im Jahr 2015 hat die Stadt Innsbruck ein zweites Großprojekt verwirklicht. Für 120 Menschen ist auf diese Weise wieder ein echtes neues Zuhause mit hoher Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner entstanden. Der bis 2022 gemeinsam mit den 279 Tiroler Gemeinden umzusetzende Pflegeplan des Landes funktioniert also bestens: Seit 2012 sind neben dem Wohnheim Pradl zusätzlich 413 Heimplätze und 100 Tagespflegeplätze in Tirol geschaffen worden“, unterstreicht Landesrat Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Tilg und hebt gleichzeitig die Versorgungsqualität in diesem Bereich hervor.

„Das Haus A am Rain bietet Seniorinnen und Senioren einen komfortablen und modern ausgestatteten Lebensraum. Der Neubau ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, dass sich Innsbrucks Pflegelandschaft am Puls der Zeit befindet“, hebt Bürgermeister Mag.aChristine Oppitz-Plörer hervor: „Durch kontinuierliche Sanierungen und Neubauten der Innsbrucker Wohn- und Pflegeheime wird unseren älteren Mitbürgerinnen und -bürgern die Möglichkeit gegeben, ihren Lebensabend in ihrem vertrauten Stadtteil zu verbringen. Die Tiroler Landeshauptstadt stellt sich damit laufend ihrer Verantwortung gegenüber der älteren Generation.“

„In Würde altern ist in der Landeshauptstadt keine Floskel. Auch die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Mit der Umsetzung des Hauses A kommen wir der Quotenerfüllung, die der ‚Strukturplan Pflege des Landes Tirol‘ vorsieht, ein weiteres Stück näher. In diesem Zusammenhang darf ich besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Innsbrucker Wohnheimen für ihren empathischen Zugang und die wohnliche Gestaltung der Altersresidenz danken“, stellt Sozialstadtrat Ernst Pechlaner fest.

„Das Haus A ist insgesamt ein sehr gelungenes Werk und überzeugt durch seine heimelige Gestaltung. Dadurch können wir der pflege- und betreuungsbedürftigen Innsbrucker Bevölkerung höchstmögliche Wohnqualität auf dem neuesten Stand bieten“, führt ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner aus.

„Im Rahmen eines EU-weiten Architekturwettbewerbes wurden 64 Projekte eingereicht, wobei sich der Entwurf der Architekten Bodamer | Faber damals durchsetzen konnte“, erläutert IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler: „Sowohl die hohe städtebauliche und architektonische Qualität im Innen- als auch Außenraum waren dabei überzeugende Faktoren.“

Haus A am Rain

Der Neubau macht die Senioreneinrichtung zu einem der größten Wohn-Pflegeheime in Nordtirol mit insgesamt 206 Plätzen. Das HausA am Rain verfügt über vier Stockwerke, wobei im Erdgeschoß ein neuer Eingangsbereich mit Anbindung an die Egerdachstraße geschaffen wurde. Eine wesentliche Steigerung der Aufenthaltsqualität wird durch geschützte, ganzjährig nutzbare Freibereiche in Form von Loggien erzielt.

In den Geschoßen sind jeweils eine Pflegestation mit rund 30 Zimmern, den erforderlichen Wohn- und Essbereichen und notwendigen Nebenräumen untergebracht. Jede Pflegestation wurde in zwei unabhängige Wohngruppen mit je ca. 15 Zimmer unterteilt.

Eine Besonderheit stellt die Tiefgarage dar, durch die die gesamte Anlieferung erfolgt. Damit ist es nun auch für die AnrainerInnen viel ruhiger. Darüber hinaus wurde im Zuge des Umbaus im Tiefparterre eine neue, kapazitätsstarke Wäscherei eingerichtet. Die Kosten für die Neuerrichtung beliefen sich auf rund 18 Millionen Euro. Hinzukommen rund 3,5 Millionen Euro für Einrichtung und Erstausstattung.

Hintergrund

Das Wohnheim Pradl wurde bereits Anfang der 1960er-Jahre errichtet. Zu einer Generalsanierung der Verwaltungsbereiche kam es in den 90er Jahren, die Häuser B, C und D folgten von 2000 bis 2002.

Da das Haus A des Wohnheimes, in dem der Pflegebereich beheimatet ist, nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen eines modernen Wohn- und Pflegeheimbetriebes entsprach, fiel die Entscheidung für einen Neubau. An der gleichen Stelle entstand somit ein innovatives Passivhaus, das nun Platz für 120 Zimmer bietet. (IKM)

Haus für psychosoziale Begleitung und Wohnen

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Als in der An-der-Lan-Straße ein Grundstück mit rund 700 Quadratmetern Fläche frei wurde, kamen mehrere unterschiedliche Möglichkeiten für eine weitere Nutzung zur Sprache. Schlussendlich entschied sich die Innsbrucker Stadtregierung für die Errichtung eines Hauses für psychosoziale Begleitung und Wohnen. Der Spatenstich fand im vergangenen April statt, heute wurde die Firstfeier begangen.

„Die neue Einrichtung fügt sich sehr gut in die neugestaltete Umgebung im Olympischen Dorf ein. In direkter Nähe befindet sich das Wohn- und Pflegeheim und die modern angelegte Promenade lädt zum Verweilen ein. Besonders für Personen, die psychosoziale Begleitung benötigen, sind Erholungsmöglichkeiten an der frischen Luft wichtig“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Sozial-Stadtrat Ernst Pechlaner schließt sich an: „Es freut mich, dass es gelungen ist, hier im Osten der Stadt einen Ort zu schaffen, an dem Personen zukünftig jene Hilfe und Betreuung erfahren, die sie benötigen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Verein Psychosozialer Pflegedienst Tirol werden die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner in einer adäquaten Umgebung untergebracht.“

Gemeinschaftsprojekt

Der Verein Psychosozialer Pflegedienst Tirol (PSP), der das Haus mieten und führen wird, begleitet psychisch kranke Menschen nach einem Aufenthalt in der Klinik. Ihnen wird ein vorübergehendes, betreutes Wohnumfeld mit einem therapeutischen Angebot als Hilfestellung am Weg ins eigenständige Leben geboten. Das sich nun im Bau befindliche Projekt wurde in Abstimmung mit den Planungsstellen der Stadt Innsbruck, dem Innsbrucker Gestaltungsbeirat, der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) sowie dem PSP entwickelt.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Insgesamt werden in dem Gebäude 14 Kleinwohnungen zu je rund 40 Quadratmetern errichtet. Außerdem sind in dem fünfgeschoßigen Baukörper mit Dachgeschoß ein gemeinsamer Aufenthaltsraum mit Kochbereich, Räume für verschiedenste Bewegungs- und Beschäftigungstherapien sowie ein Werkraum geplant. Im Außenbereich werden die Terrassenbereiche gestaltet. Außerdem wurde bei der Planung besonders auf Nachhaltigkeit gesetzt: „Neben der Tatsache, dass das Haus im Passivhausstandard mit einer Komfortlüftungsanlage errichtet wird, sind an der Südfassade Photovoltaikanlagen vorgesehen“, erklärt Dr. Franz Danler, IIG-Geschäftsführer und geht sogleich auf eine weitere Besonderheit ein: „Im Rahmen eines Forschungsprojekts wird der Stromverbrauch untersucht und die Weiterverrechnung als Pauschaltarif über die Nutzfläche geprüft. Dieses Projekt hat das Ziel, den Energiespargedanken zu erhalten.“ Mit der Planung des Hauses wurde die Architektin DI Julia Fügenschuh beauftragt.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 2,1 Mio. Euro, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2018 geplant. (IKM)