Wohnentwicklung mit Augenmaß da wo es sinnvoll ist

Nach wie vor fordert Für Innsbruck einen runden Tisch zwischen Bund, Asfinag, Land, Stadt und Bürgern gegen die Pläne des Verkehrsministers, eine dritte Autobahnspur einzurichten. Ein Ausbau der bestehenden Autobahn mitten in den Wohngebieten Sieglanger, Mentlberg, Höttinger Au und teilweise auch Kranebitten bringt noch mehr Lärm und schlechte Luft. Zudem drängt die Autobahn weiter in die Wohngebiete hinein und reduziert den ohnehin spärlichen Freiraum.

„Für uns steht die hohe Lebensqualität der Innsbruckerinnen und Innsbrucker im Vordergrund. Ruhig schlafen, saubere Luft einatmen und einfach gut leben können – das ist das was wir für unsere Bürger wollen. Mit der Verlegung der Autobahn oder zumindest einer Einhausung wie in Amras ist das möglich. Hier sind alle politischen Kräfte gefordert, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an einem Strang zu ziehen. Briefe schreiben alleine wird zu wenig sein“, fordert Für Innsbruck Vizebürgermeisterin  Mag. Christine Oppitz-Plörer neuerlich die Einberufung eines runden Tisches.

Bereits zu Jahresbeginn starteten die Regierungsfraktionen eine Petition für die Einhausung der Autobahn im Bereich Sieglanger, Höttinger Au und Kranebitten. Oberstes Ziel ist nach wie vor die komplette Verlegung der Autobahn nach Süden, um die Wohngebiete und vor allem die Bürger zu entlasten. Egal ob Einhausung oder Verlegung – Entwicklungen im neu entstehenden Raum werden sich am Bestand orientieren müssen.

„Im Sinne einer Stadtentwicklung für die Menschen müssen wir genau hinschauen, wo und in welcher Geschwindigkeit sich die Stadt weiterentwickelt. Mit der Forderung der Liste Fritz sollen 1.000 Wohnungen in einem Bereich geschaffen werden, in dem man bisher das vergleichsweise kleine Projekt ‚Klosteranger‘ aufgrund seiner angeblichen Massivität bekämpft hat. Das stellt sogar die Grünen in den Schatten, die wiederum in Vill bei 600 Einwohnern über 100 Wohnungen erzwingen wollten. Derartige Projekte sprengen ohne begleitende Infrastruktur die Stadtteile und werfen diese aus dem Gleichgewicht“, so Für Innsbrucks Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.

Es braucht ein gutes Miteinander

„Stadtentwicklung muss dort erfolgen, wo es Sinn macht. Eine Einhausung oder die von uns bevorzugte Lösung einer Verlegung würde der Stadt viel Gestaltungsraum schenken, aber vor allem den Menschen wieder mehr Luft zum Atmen geben. Der Liste Fritz würde es gut tun zuerst bei den Schritten 1 und 2 mitzuhelfen, anstatt bei Schritt 5 zu beginnen und nicht vorhandene Flächen zu verplanen“, schließen Oppitz-Plörer und Krackl unisono.

 

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TT, 25.09.18:

Bessere Lösung kann nur saubere Luft und weniger Lärm für Innsbruck heißen!

Verwundert zeigt sich Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl über das aktuelle Vorhaben des Verkehrsministers, eine dritte Autobahnspur samt Ausweichbuchten um 16 Millionen Euro zu errichten. Ein Ausbau der bestehenden Autobahn mitten in den Wohngebieten Sieglanger, Mentlberg, Höttinger Au und teilweise auch Kranebitten bringt noch mehr Lärm und schlechte Luft. Zudem drängt die Autobahn weiter in die Wohngebiete hinein und reduziert den ohnehin spärlichen Freiraum. Speziell im Bereich Sieglanger würden die Grünräume des Kindergartens für eine dritte Fahrspur geopfert. Die Abstimmung zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr müsse verbessert werden, ein Verkehrsgipfel unter Einbindung der Bürger wird gefordert.

„Für uns steht die hohe Lebensqualität der Innsbruckerinnen und Innsbrucker im Vordergrund. Anstatt 16 Millionen Euro in einen Ausbau der bestehenden Autobahn zu investieren, wäre wohl die Verlegung weg von den Wohngebieten oder zumindest eine Einhausung, wie zahlreiche Bürger in einer Petition gefordert haben, wesentlich zukunftsweisender für die Lebensqualität der Menschen. Mit diesen Maßnahmen könnten tausende lärmgeplagte Bürger und ihre Familien wieder ruhig schlafen und saubere Luft atmen“, so Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.
Verkehrsgipfel Innsbruck und Umgebung:
Bevölkerung muss eingebunden werden

„Wir wollen zu diesem Thema einen Schulterschluss in der Stadtregierung und im Gemeinderat erreichen und haben das Thema bereits für das nächste Koalitionstreffen angemeldet. Neben der Verlegung oder Einhausung der Autobahn wird es auch wichtig sein, die Pendelmöglichkeiten im Umland durch großzügige Park&Ride Anlagen an die Entstehungsorte zu verlegen sowie den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stark zu verbessern“, so Krackl.

„Niemand darf auf der Strecke bleiben. Wir fordern daher vor der Planung derartiger Projekte einen Lokalaugenschein mit der Bevölkerung, was auch der FPÖ als Vertreterin der direkten Demokratie ein Anliegen sein wird.  Zudem braucht es für den Großraum Innsbruck jedenfalls einen Verkehrsgipfel mit Bund, Land , Stadt und umliegenden Gemeinden“, schließt Krackl.

Durch das MCI Projekt musste eine Lösung für die Unterbringung der zahlreichen Reisebusse gefunden werden. Aufgrund des begrenzten Platzes am derzeitigen Areal ist der Vorschlag für eine Busgarage entstanden. Durch den Planungsstopp durch das Land und aufgrund von aktuellen Aussagen des Bürgermeisters droht der vom Tourismus gewünschten Busgarage das Ende. Als Alternative könnte laut den Ideen des Bürgermeisters eine Bushaltespur zum kurzen Ein- und Ausstieg der Gäste dienen.

„Es ist wichtig, dass die Menschen gut von A nach B kommen. Das trifft auf Touristen genauso zu und deshalb ist der zentrale Busparkplatz neben der SoWi sehr erfolgreich und auch wichtig. Mit einer Bushaltespur zur Entladung haben die Gäste noch den kurzen Weg, die Busse werden viele tausend Kilometer Zusatverkehr erzeugt, und das womöglich durch Wohngebiete“, kann Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl der aktuellen Planung aus umweltpolitischen Überlegungen wenig abgewinnen.

„Im Jahr 20016 kamen 22.000 Reisebusse an. Die mussten auch wieder wegfahren weshalb wir jährlich schon 44.000 Busfahrten im Stadtgebiet hatten. Mit einer Bring- und Abholspur wird sich diese Zahl verdoppeln und so viele Belastungen mit sich bringen. Weniger Sicherheit, weniger Luftqualität, mehr Lärm – Zustände die wir nicht mittragen werden“, hält Krackl für die Bürgerbewegung Für Innsbruck fest.

 

Wohngebiete dürfen nicht noch mehr unter Bussen leiden

„Wir werden sehr genau darauf schauen, dass etwaige Ersatzlösungen für die Bevölkerung vertretbar sind, denn ein Zustellen des Saggens mit Bussen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Alle anderen Varianten werden durch doppelte An- und Abfahrt sehr viel Abgase und Luftverschmutzung erzeugen und die Menschen belasten. Ganz verkehrt war die Idee der Busgarage wohl nicht und sie funktioniert auch wie bspw. mit der Tiefgarage des Austria Trend Hotel Ananas in Wien bewiesen wird“, so Krackl weiters.

 

 

Auch Fernreisebusse brauchen Lösung

Große Unzufriedenheit herrscht auch bei den Betreibern von Fernreisebussen. Hier wurde die seinerzeitige Haltestelle in der Heiliggeist-Straße nach Protesten von Anrainern in Richtung Graßmayrkreuzung verlegt. Aufgrund enger Gehsteige und schlechter Beleuchtung kein wirklich attraktiver Standort.

„Der Trend des Reisens mittels Fernreisebus wird noch länger anhalten. Ich bin daher froh, dass Stadträtin Schwarzl in Zusammenarbeit mit Vizebürgermeister Gruber die Haltestellenproblematik für die Fernreisebusse angeht. Es wird schon wesentlich sein eine Lösung in Bahnhofsnähe zu finden oder am bestehenden Standort Verbesserungen vorzunehmen. Die Nutzer dieser Verkehrsmittel werden es danken“, so Krackl abschließend.