Verwundert zeigt sich Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl über die medial geführte Diskussion zu einem Vorschlag für verschiedene Maßnahmen zur Lärmreduktion.

„In der Regel sollten solche Themen vorab in einer Koalition besprochen und behandelt werden. Selbstverständlich muss es unser Anliegen sein, Lärm stetig zu reduzieren. Dafür müssen wir gemeinsam tragfähige Lösungen suchen und finden. Einige der nun veröffentlichten Maßnahmen sind für uns jedenfalls überschießend und erhalten sicherlich keine Zustimmung“, erläutert Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.

Die Punkte im Detail

Lärmmindernde Straßenbeläge – muss geprüft werden
„Ohne konkrete Darstellung der Mehrkosten in Verbindung mit der tatsächlichen Lärmreduktion scheint eine Zustimmung schwierig, zumal viele der Emissionen wohl auch von den Fahrzeugen selbst kommen. Angesichts der Entwicklung im Bereich der E-Mobilität verändert sich auch der Fahrzeuglärm im Ortsgebiet. Eine fundierte Betrachtung wird erforderlich sein“, so Krackl.

Generelles Tempo 30 – keine Zustimmung
„Eine generelle Festlegung auf Tempo 30 im Stadtgebiet lehnen wir entschieden ab. Wie auch bisher sollen Problembereiche mit Hausverstand und unter Einbindung der Anwohner einzeln betrachtet und gegebenenfalls behandelt werden. Besser scheinen Angebote in der Bewusstseinsbildung anstatt ein flächendeckendes enges Regelkorsett zu schnüren“, so Krackl.

Wiedereinführung Nachtfahrverbot – Angebote statt Verbote!
„Es war im Jahr 2010 mein Antrag, das damals ungerechte Nachtfahrverbot für Mopeds aufzuheben. Die Neueinführung träfe vor allem Jugendliche die nach 22 Uhr sicher nach Hause kommen wollen. Es ist nicht einzusehen, dass ‚getunte‘ Autos, Traktoren oder andere stark lärmende Fahrzeuge fahren dürfen und Mopeds nicht mehr“, sieht Krackl eine enorme Ungleichbehandlung von Mopedfahrern.

„Unbestritten ist, dass der Trend zu lärmarmen Elektro-Rollern anhält und wir hier das Angebot mit Schwerpunktaktionen unterstützen könnten. In diesem Fall würde ich das Credo ‚Angebote statt Verbote‘ vorziehen“, erinnert Krackl die Grünen an ihr Wahlversprechen, keine Verbote zu erlassen.

Fassadenbegrünungen – müssen geprüft werden
„Interessant scheint das Konzept von Fassadenbegrünungen zu sein, wenngleich mir auch Kritik von Bauträgern bekannt ist, wonach solche Bepflanzungen die Bausubstanz schädigen. Hier gilt es ordentlich zu prüfen, um langfristige Schäden  und finanzielle Mehrkosten für die Stadt zu vermeiden“, so Krackl abschließend.