Marianne-Barcal-Preis zum ersten Mal vergeben

Auszeichnung für Abschlussarbeiten aus den Geschichts- und Politikwissenschaften

Erstmalig wird heuer der Marianne-Barcal-Preis für Abschlussarbeiten an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU) vergeben. Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und Vizerektor Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner übergaben am 24. Mai im Bürgersaal des Alten Rathauses im Beisein von Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, VertreterInnen der Universität, des Gemeinderates und Stadtsenates sowie der Familienangehörigen, die mit jährlich 5.000 Euro dotierte Auszeichnung an die drei Preisträger Mag. Dr. Oliver Seifert (Hauptpreis für Dissertation), Claudius Ströhle, MA (Förderpreis) und Michael Wolf, M.Sc. (Förderpreis). Seitens Für Innsbruck war neben Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer auch GRin Gerda Springer anwesend. Die Universitätsabsolventen erhalten den Preis für ihre hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften und ihren benachbarten Disziplinen.

„Marianne Barcal war eine engagierte Gemeinderätin, die der Stadt Innsbruck einen ansehnlichen Betrag für das Stadtarchiv/Stadtmuseum überlassen hat. Diesen investieren wir gerne in Form des ins Leben gerufenen Marianne-Barcal-Preises, mit dem wir sie würdigen“, betonte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so tüchtige und talentierte junge Menschen in Innsbruck haben, die sich der Wissenschaft widmen. Durch den Marianne Baracal Preis, können die großartigen Leistungen auch finanziell gewürdigt und die Wissenschafter in ihrer Arbeit unterstützt werden“, so Für Innsbruck Gemeinderätin Gerda Springer.

In der Jury waren für die erstmalige Vergabe des Preises Mag.a Birgit Neu (MA V), DDr. Lukas Morscher, sowie Univ.Prof. Dr. Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte),  vertreten durch Mag.a Dr.in Ingrid Böhler (Institut für Zeitgeschichte) und Ao. Univ. Prof. Mag.a Dr.in Margaretha Friedrich (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie) seitens der Universität Innsbruck.

Verbindung von Stadt und Universität vertieft

Die ehemalige Innsbrucker Gemeinderätin Marianne Elisabeth Barcal (verstorben 2014) hat der Stadtgemeinde Innsbruck – für das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck zweckgewidmet – ihr gesamtes Vermögen vermacht. Da die Erblasserin eine begeisterte Studierende der Zeitgeschichte und Politikwissenschaften war, stiftet die Stadtgemeinde Innsbruck aus ihrem Vermögen einen Preis, der jährlich mit 5.000 Euro dotiert ist. Dieser Preis ist für Abschlussarbeiten aus den Geschichts- und Politikwissenschaften sowie verwandten Fächern vorgesehen. Der Preis wird von einer Jury vergeben, die sich aus VertreterInnen der Stadtgemeinde Innsbruck und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zusammensetzt. Damit soll einerseits ein ehrendes Andenken an die Erblasserin gewährleistet und andererseits die Verbindung zwischen Universität und Stadt vertieft werden.

Der Preis kann auf Beschluss des Preiskomitees auch aufgeteilt werden, beispielsweise in einen Haupt- und einen Förderpreis. Es besteht keine Verpflichtung, den Preis jedes Jahr zu vergeben. Der Preis soll insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Daher werden ausschließlich Abschlussarbeiten (Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationen) an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zugelassen. Die mit dem Preis ausgezeichnete Arbeit kann in Absprache mit dem/r Autor/in im Rahmen der Publikationsreihen des Stadtarchivs/Stadtmuseums Innsbruck (Veröffentlichungen aus dem Innsbrucker Stadtarchiv bzw. ZeitRaum-Innsbruck) zur Gänze, in Auszügen oder in überarbeiteter Form ohne Entgeltanspruch publiziert werden. (FI, IKM)