Miteinander in Innsbruck: Integrationsprojekt gestartet

Wertevermittlung für AsylwerberInnen

Seit März 2016 finden regelmäßige Sicherheits-Jour-Fixe, mit VertreterInnen von Land Tirol, Stadt Innsbruck, Stadtpolizeikommando, Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD), Sicherheitsdienstleister und Freiwilligenkoordination statt. Im Rahmen dieser Besprechungen wurde die Projektidee geboren, vertiefend zu bereits bestehenden Maßnahmen eine Werte-, Verhaltens- und Rechtsvermittlung für AsylwerberInnen der Innsbrucker Flüchtlingsunterkünfte auszuarbeiten. Nach intensiver Vorbereitung fand bereits im vergangenen November die Pilotveranstaltung statt. Im Jahr 2017 werden weitere zehn Vorträge gehalten.

„Obwohl die Zuständigkeit hier in erster Linie bei Bund und Land liegt, sehen wir es als wichtigen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt und ein ‚Miteinander in Innsbruck‘“, erläuterte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Dieses Engagement der Stadt Innsbruck ist ein starkes Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber sowie die einheimische Bevölkerung: Wertschätzung gegenüber den geflüchteten Menschen, aber auch Forderung nach Akzeptanz für unsere gesellschaftlichen Bestimmungen und unsere Wertehaltung.“

Die AsylwerberInnen besuchen freiwillig die Veranstaltung. Ein junger iranischer Asylwerber, der gemeinnützig bei der Stadt Innsbruck tätig ist, fungiert als Verbindungsglied zu den geflüchteten Menschen in den Unterkünften. Die Zusammensetzung als sprachhomogene Gruppe ist für den Lernerfolg entscheidend. Deswegen werden die Sprachgruppen abwechselnd zu den Kursen bzw. Vorträgen eingeladen. Die Abstimmung erfolgt in enger Absprache zwischen der Heimleitung (TSD) und dem Stadtpolizeikommando. Die Kosten pro Veranstaltung belaufen sich auf rund 1.000 Euro, die von der Stadt Innsbruck getragen werden. ürgermeisterin Oppitz-Plörer bedankte sich abschließend bei allen Projektpartnern für die intensive und gute Zusammenarbeit.