Der April steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Gemeinderatswahlen. Fast alle Listen sind bereits plakativ in Innsbruck vertreten und nicht nur die vielen Werbeflächen im Innsbrucker Stadtbild weisen darauf hin, dass der Wahltag naht. Jetzt – in der letzten intensiven Phase vor der Wahl – gilt es gemeinsam gegen einen schmutzigen Wahlkampf und für ein produktiven Austausch zu arbeiten. In diesem Sinne strebt Für Innsbruck einen Wahlkampf der Ideen an, bei dem Inhalte im Vordergrund stehen sollen.

Wie fast alle weiteren antretenden Listen haben auch wir das Fairnesabkommen unterzeichnet. Fairness bedeutet für uns, unseren politischen Gegnern auf Augenhöhe zu begegnen. Fairness bedeutet aber auch, sich Falschaussagen zu stellen und für wahre Inhalte einzustehen.

Zeit für Fakten ist für uns nicht nur vor einem Wahlkampf. Wir sind stets bemüht, Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Themen zu informieren, insbesondere wenn missverständliche Informationen im Umlauf sind. Aus diesem Grund haben wir im Folgenden eine Übersicht über einige wichtige Themen erstellt, die Innsbruck beschäftigen:

  • #1 Schulden: Entgegen anderer Behauptungen ist Innsbruck die Landeshauptstadt Österreichs mit den geringsten Schulden pro Einwohner…
  • #2 Wirtschaft & Arbeit: In Kürze wird Innsbruck erstmals 100.000 Arbeitsplätze verzeichnen können – Innsbruck ist Wirtschaftsmotor im Alpenraum und österreichweiter Spitzenreiter in Bezug auf die Beschäftigungsquote in den Landeshauptstädten…
  • #3 Wohnen: Innsbruck verfügt über 16.000 leistbare Wohnungen. Die Bruttomiete in Städtischen IIG Wohnungen beträgt durchschnittlich 5,96 € warm, also inklusive Betriebskosten. 2000 neue städtische Wohnungen wurden in den vergangenen Jahren bereits übergeben bzw. befinden sich in Umsetzung…
  • #4 Patscherkofel: Der Patscherkofel wird häufig als Projekt, das im Alleingang entschieden und überteuert budgetiert wurde bezeichnet. Fakt ist jedoch, dass der Rückkauf des Hausbergs mit einer Mehrheit von 97% im Gemeindeart entschieden wurde, den geplanten Maßnahmen stimmten mehr als 80% zu. Entgegen Behauptungen der Opposition hätten für 5 Millionen Euro lediglich kleinere Sanierungen vorgenommen werden können. Die gesamte Bahn hätte 2022 jedenfalls neu errichtet werden müssen…

#1 Schulden

Bleiben wir bei der Wahrheit: Innsbruck hat gesunde Finanzen und ist positiver Spitzenreiter mit der geringsten Pro-Kopf-Verschuldung der österreichischen Städte.

Innsbruck hat ein jährliches Budget von ca. 350 Millionen Euro und mit 31.12.2017 – trotz der wichtigen Investitionen in Pflegeheime, Sportplätze, Straßenbahn, Kultur- und Bildungseinrichtungen – „nur“ Verbindlichkeiten in Höhe 78 Millionen Euro. Das entspricht somit 22% eines Jahresbudgets.

78 Millionen Euro sind natürlich sehr viel Geld. Der Vergleich mit einem Privathaushalt macht es aber deutlicher, leichter verständlich und stellt die Verhältnismäßigkeit dar:

Norbert und Erna verdienen z.B. gemeinsam 35.000 Euro netto pro Jahr. Sie möchten sich nun eine Wohnung kaufen und brauchen dafür einen Kredit. Im Vergleich mit der Stadt würde das bedeuten, dass sie nur Schulden in Höhe von 7.700 Euro für ihre Investition hätten (weil dies 22% ihres Jahreseinkommens entspricht).

Die pulsierende Landeshauptstadt Innsbruck entwickelt sich dynamisch, nachhaltig und qualitätsvoll weiter und die öffentlichen Investitionen sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität. Es ist Zeit für Fakten, bleiben wir bei der Wahrheit und bringen den Vorsprung unserer Landeshauptstadt vom „rechten“ in den richtigen Blick!

#2 Wirtschaft & Arbeit

Innsbruck floriert: Positive Standortentwicklung wirkt sich auf Arbeitsplätze und Beschäftigungszahlen aus!

Durch sinnvolle und mutige Investitionen ist Innsbruck Wirtschaftsmotor weit über unsere Stadtgrenzen hinaus. Die Attraktivität der Landeshauptstadt wurde nachhaltig verbessert. Arbeit ist Grundlage für sozialen Frieden in einer Gesellschaft. Freuen wir uns gemeinsam, dass wir in naher Zukunft erstmals 100.000 Arbeitsplätze in Innsbruck verzeichnen  können. Der Erfolg des Innsbrucker Wegs wird auch im österreichweiten Vergleich der Landeshauptstädte deutlich:

Zwischen 1991 und 2015 stieg die Bevölkerung Innsbrucks um knapp 10%. Gleichzeitig nahm die Zahl der Arbeitsstätten jedoch um mehr als 111% zu und es wurde ein Beschäftigungsanstieg von über 47% erzielt! Wir Innsbrucker brauchen den Vergleich mit anderen Landeshauptstädten nicht zu scheuen. Während beispielsweise auch in Graz die Anzahl an Arbeitsplätzen und Betrieben gestiegen ist, wurde in Innsbruck im Verhältnis zu den steigenden Einwohnerzahlen eine deutlich bessere Beschäftigungssituation erreicht.

Innsbruck ist mit einer Beschäftigungsquote von 94,3% sogar österreichweiter Spitzenreiter unter den Landeshauptstädten. Es zeigt sich: gemeinsam schaffen wir mehr!

#3 Wohnen

Bleiben wir bei den Tatsachen: Innsbruck hat bereits heute in städtischen Neubauwohnungen mit Passivhausstandard einen Mietpreis inklusive Betriebskosten, Lift und Tiefgarage in Höhe von 7,95 Euro brutto. Wenn man den Gesamtbestand aller IIG Wohnungen betrachtet, liegt die Bruttomiete im Durchschnitt bei 5,96 Euro pro Quadratmeter (warm).

Innsbruck ist eine sehr attraktive Stadt, weshalb viele Menschen hier leben und arbeiten wollen. Das ist einerseits erfreulich, andererseits schlägt sich dieser Umstand auf die Preise am privaten Wohnungsmarkt nieder. Mit der Schaffung zahlreicher leistbarer Wohnungen im Eigentum der Stadt tragen wir zu einem Ausgleich der Marktsituation bei.

Insgesamt verfügt die Stadt Innsbruck mittlerweile über 16.000 leistbare Wohnungen in den unterschiedlichen Stadtteilen. Durch die größte Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen befinden sich derzeit über 2.000 neue städtische Wohnungen für Innsbrucker Familien in Umsetzung bzw. wurden bereits übergeben.

Mit der Anpassung der Wohnungsvergaberichtlinien ist es uns gelungen, vor allem den Innsbrucker Familien und hier aufgewachsenen Jugendlichen den Zugang zu einer städtischen Wohnung deutlich zu erleichtern. Wir wollen vor allem den Innsbruckerinnen und Innsbruckern nachhaltig einen Platz zum Leben bieten.

#4 Patscherkofel

Bleiben wir bei den Fakten: Hätte man 5 Millionen Euro in die oberflächliche Sanierung der alten Kabinen und Stützen gesteckt, wäre ein durchgehender Betrieb vielleicht und nur mit viel Glück bis zum Ende der Konzession 2022 möglich gewesen –  wahrscheinlich wäre es aber nicht gewesen. Allerspätestens 2022 hätte die Pendelbahn so und anders komplett neu errichtet werden müssen.

Was hätten die, ins Blaue versprochenen, spekulativen 5 Millionen Euro nun konkret bedeutet?

WEDER Barrierefreiheit der Seilbahn NOCH der Stationen. KEINE Anbindung von Heiligwasser an die Pisten. KEINE Verbesserung für die vielen Kinder der Skischulen und Sportvereine. KEIN Flutlicht, KEINE Rodelbahn, KEINE Wiederaufforstung von 30.000 m2 Wald. KEIN Komfort und Gewähr auf Sicherheit. Dafür wären weiterhin sechs alte Liftanlagen geblieben, die insgesamt niemals wirtschaftlich zu betreiben wären. Einen lukrativen Betrieb hätte der Vorbesitzer wohl niemals verkauft. Der Gemeinderat hat deswegen 2014 schließlich mit 97 Prozent Mehrheit den Kauf aller Anlagen und somit die Sicherung des Naherholungsgebietes am Patscherkofel beschlossen.

Mit der neuen Bahn und den weiteren Investitionen wird nun eine ganzjährige Erschließung des Hausberges ermöglicht: und das mit EINEM modernen und komfortablen Bahnsystem. Mit dem gewohnten Skibetrieb und Tourenmöglichkeiten im Winter gewinnt vor allem das Angebot im Sommer mit der neuen Mittelstation auf 1.700 Höhenmetern an Attraktivität. Neben den drei Stationen wurden die Gelder unter anderem für die Modernisierung der Beschneiungsanlage, den Neubau der Landesstraße, die Parkplatzerweiterungen, Liftversetzungen, Flutlichtanlage sowie Rodelbahn und viele andere mehr eingesetzt.