Wer wir sind…
Die Bürgerbewegung Für Innsbruck entstand 1994 aus einem starken lokalen Gestaltungswillen heraus. Nach dem Ausschluss von Herwig van Staa aus der Stadt-ÖVP formierte sich – unter maßgeblicher Mitwirkung zahlreicher engagierter Innsbruckerinnen und Innsbrucker, insbesondere der späteren Bürgermeisterin Hilde Zach – eine neue politische Kraft. Ziel war es von Beginn an, eine bürgernahe, unabhängige und klar städtisch geprägte Politik zu etablieren. Im Zentrum standen dabei die Förderung von Wirtschaft, Kultur und einer verantwortungsvollen Kommunalpolitik, wofür der Verein Für Innsbruck gegründet wurde. Mit der Farbe Gelb als sichtbarem Zeichen für Aufbruch und Eigenständigkeit setzte die Bewegung früh auf eine klare inhaltliche und personelle Profilierung.
Angeführt von Herwig van Staa gelang Für Innsbruck rasch der politische Durchbruch: Nach der Wahl 1994 übernahm er das Bürgermeisteramt und leitete damit eine neue Phase der Innsbrucker Stadtpolitik ein. Unter seiner Führung etablierte sich Für Innsbruck als tragende Kraft im Gemeinderat und bewies eindrucksvoll, dass eine lokale Bürgerbewegung Verantwortung für eine ganze Stadt übernehmen und diese nachhaltig weiterentwickeln kann.
Ein besonderer Meilenstein folgte im Jahr 2000, als Für Innsbruck gemeinsam mit Koalitionspartnern eine stabile Mehrheit im Gemeinderat erreichte. Mit dem Wechsel van Staas in die Tiroler Landespolitik und seiner Wahl zum Landeshauptmann übernahm 2002 Hilde Zach das Bürgermeisteramt. Sie führte die Stadt über mehrere Jahre hinweg und wurde 2006 erneut als Bürgermeisterin bestätigt – ein klares Zeichen des anhaltenden Vertrauens in die politische Arbeit der Bewegung.
Nach dem gesundheitsbedingten Rückzug Hilde Zachs übernahm 2010 Christine Oppitz-Plörer die Führung von Für Innsbruck und das Bürgermeisteramt. Ihre Amtszeit war geprägt von intensivem politischem Wettbewerb, inhaltlichen Auseinandersetzungen und einem zunehmend fragmentierten Parteiengefüge. Im Jahr 2012 wurde sie zur ersten direkt gewählten Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck. In diese Phase fielen zahlreiche richtungsweisende Projekte, darunter das Haus der Musik, der Ausbau der Straßen- und Regionalbahn, die langfristige Sicherstellung des Sommer- und Winterbetriebs am Patscherkofel, die Errichtung des international renommierten Kletterzentrums sowie die größte kommunale Wohnbauoffensive seit den Olympischen Spielen mit deutlich über 2.000 neu geschaffenen städtischen Wohnungen.
Im Jahr 2018 kam es zu einem politischen Wechsel in der Stadtführung. Für Innsbruck blieb jedoch weiterhin fest in der Innsbrucker Kommunalpolitik verankert und stellte erneut die Vizebürgermeisterin. Trotz wechselnder politischer Mehrheiten und schwieriger Rahmenbedingungen blieb Christine Oppitz-Plörer im Stadtsenat vertreten und führte ihre Ressorts weiter. Die darauffolgende Phase war von politischer Instabilität und häufig wechselnden Mehrheiten geprägt.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Zersplitterung schlossen sich bisherigen Gemeinderatsparteien Für Innsbruck, die ÖVP und der Seniorenbund vor der Gemeinderatswahl 2024 zu einem bürgerlichen Bündnis zusammen. Unter dem Namen Das Neue Innsbruck trat man mit dem Anspruch an, eine starke politische Mitte zu bilden. Auch wenn dieses Bündnis bei der Wahl nicht den erhofften Erfolg erzielen konnte, ist es seither mit vier Mandaten im Gemeinderat vertreten. Die Mandatarinnen und Mandatare nehmen ihre Rolle als konstruktive Opposition mit großem Engagement wahr und setzen sich konsequent für Transparenz, Verantwortung und eine positive Weiterentwicklung der Stadt ein.
Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg steht Für Innsbruck damit für bürgernahe Politik, Verantwortung in der Stadtführung und die Bereitschaft, sich immer wieder neuen Herausforderungen einer wachsenden Stadt zu stellen. Die Geschichte der Bürgerbewegung ist zugleich ein Spiegel der politischen Entwicklung Innsbrucks – geprägt von Engagement, Wandel und lebendiger demokratischer Beteiligung. Auch im Bündnis vertreten wir unsere Werte, die wir seit der Gründung verfolgen.


