Anrainer dürfen nicht länger im Stich gelassen werden

Nach wie vor klagen Anrainer die Zustände in der Mentlgasse und Kapuzinergasse an.  Jüngsten Meldungen zur Folge geben langjährige Anrainer ihre Wohnungen in ihrem geliebten Stadtteil auf, weil die Belästigungen nicht mehr erträglich sind. Zustände, die mit den von Für Innsbruck und ÖVP vorgeschlagenen Maßnahmen, wie etwa dem Alkoholverbot, schon deutlich gelindert hätten werden können. Leider ist Bürgermeister Willi nach wie vor nicht von diesen Maßnahmen überzeugt und verhinderte bis zuletzt eine Beschlussfassung für das im Gemeinderat mehrheitlich gewünschte Alkoholverbot. Für Innsbruck fordert den Bürgermeister auf, seine Blockadehaltung aufzugeben, damit die Menschen wieder gut und sicher in ihren Stadtteilen leben können.

„Es kann nicht sein, dass Familien Belästigungen und Einschränkungen ihrer Lebensqualität hinnehmen müssen. Es grenzt zudem an Hohn, wenn die Grünen die BewohnerInnen zu Zivilcourage und Geduld auffordern. Beides fehlt diesen wahrlich nicht, vielmehr braucht es endlich die Umsetzung der politisch mehrheitlich gewünschten Lösungen, wie vor allem das Alkoholverbot“, bringt es Sicherheitssprecher GR Kurt Wallasch die Situation auf den Punkt.

„Während Beschlussfassungen im Gemeinderat vom Bürgermeister bewusst verzögert werden, diskutiert man endlos über noch mehr Streetworker in der Kapuzinergasse und wartet auf Ergebnisse eine ‚Studie‘ des Landes Tirol, die vielleicht irgendwann Erkenntnisse bringen wird. Durch dieses Vorgehensweise des Bürgermeisters bleiben die Anrainer mit ihren berechtigten Sorgen jedoch weiterhin täglich auf der Strecke“, übt Wallasch Kritik an der Verzögerungstaktik des Bürgermeisters.


Es braucht kurz- und langfristige Maßnahmen

„Ich teile die Einschätzung von Vizebürgermeister Franz Gruber, dass wir eine erhöhtes und gleichzeitig entzerrtes Betreuungsangebot für die in der Kritik stehende Personengruppe dringend benötigen und tragen auch alle Maßnahmen hierzu mit. Ob das grüne Allheilmittel – „mehr Streetwork“ –  in den letzten Jahren die heutige Situation verhindert hätte, wage ich zu bezweifeln. Wie kann es nämlich sein, dass sogar vor der Haustüre der Streetwork-Zentrale in der Kapuzinergasse ein derartiger Hotspot entstehen konnte?“, hinterfragt Wallasch.

„Für Innsbruck will, dass die Anrainer jetzt und sofort Hilfe erhalten. Wir fordern den Bürgermeister daher neuerlich auf, seine Blockadehaltung beim Alkoholverbot endlich aufzugeben und damit Hilfe für die Betroffenen zu leisten. Wer redet und zuhört wird auch spüren müssen, wann zu handeln ist“, schließt Wallasch.